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30.9.10

Kim der Dritte oder doch der Erste?

Ich glaub die ganzen Theorien, warum Kim Jong-un Nachfolger geworden ist und nicht seine älteren Brüder, sind angesichts des nun veröffentlichten Fotos des jungen Kims obsolet.
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Es könnte, so jedenfalls meine Meinung, einen ganz ganz banalen Grund gegegeben haben: Sicher, auf den ersten Blick sieht er aus wie, um mal verschiedene Foren zu zitieren "Genosse Schwein". Ich sollte mich nicht viel über Figuren auslassen, aber ist schon interessant, wenn so jemand Chef einer der größeren Hungerkolonien der Welt wird. Doch zurück zum Thema.
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Kim Jong-un könnte ganz einfach als Nachfolger geeignet gewesen sein, weil er Erinnerungen an Kim Il-sung wieder wachrufen helfen könnte. Das sollte man nicht unterschätzen. Jeder noch so kritische Flüchtling aus dem Norden erzählt zumindest nach dem dritten Gläschen Soju, dass unter Kim Il-sung das sozialistische Paradies wirklich näher war als je zuvor. Gerade vor dem Hintergrund der verfehlten Richtung, in die Kim Jong-il das Land geführt hat, könnte diese Nostalgie jetzt bewusst genutzt werden.
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Kim Jong-un sieht dem jungen Kim Il-sung zum Verwechseln ähnlich. Man beachte auch die Frisur; genau wie die des Großvaters, nicht wie die des Vaters. Haare sind ja bekanntlich ein nicht zu unterschätzendes Mittel der Politik (siehe Angela Merkel, Park Geun-hye, Hillary Clinton, Berlusconi und Konsorten).
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Kurzum: Hier könnte ein "back to the roots" gewählt worden sein, um die Dynastie überleben zu lassen. Nicht die schlechteste Entscheidung. Aber dumm waren die im Norden sowieso noch nie.
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4.6.10

Ein Foto sagt mehr als tausend Worte

Das beste an diesem neuerlichen Spiegel-Artikel über Nordkoreas Fußballteam ist das Foto. Was nicht heißt, dass der Artikel nicht auch sonst ganz lesenswert wäre. Kleine Korrektur aber: Jong Tae Se ist nicht "Wayne Rooney Asiens", sondern der "Volks-Rooney" (인민루니), wobei das Volk das kommunistisch gebrauchte ist. Vielleicht also eher der Rooney der Volksmassen. Wie auch immer, das ist der Witz an dem Namen. Wenn ich jetzt auch noch die anderen beiden Fehler im Text korrigiere, gelte ich nur wieder als Spiegel-Basher, deshalb zurueck zum Foto:
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Solange nordkoreanische Fußballnationalspieler ihren Arbeitsbesuch im Namen des Geliebten Führers in Südafrika mit Samsung-Kameras für zuhause festhalten, kann es weder um die anti-südkoreanische Propaganda noch um die innerkoreanische Wirtschaftszusammenarbeit nicht so schlimm bestellt sein.

3.5.10

Der Joker

Nicht nur von seinen Taten her passt der Vergleich, auch auf manchen Fotos sieht Kim Jong-il aus wie der Joker aus Batman. Sicher Heath Ledger brachte doch etwas mehr Sexappeal in der Rolle, aber Licht und Gesichtsausdruck sind sich meiner Meinung nach doch sehr ähnlich. Nicht zuletzt sieht man, was für einen technischen Sprung die Retuschierer in Nordkorea hinbekommen haben; auf den zuletzt veröffentlichten Propagandafotos sieht die Sonne des 21. Jahrhunderts ja noch recht strahlend aus, hier eher wie ein Kadaver nach 2 Wochen in der Sonne.
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Man sieht hier übrigens Kim Jong-il auf seinem Bußgang nach Canossa, ehm Dalian, wo er versucht China zu bezirzen und trotz Cheonan ein paar Kolonialisierungsmaßnahmen, ähm ich meine natürlich Wirtschaftsaufträge, zu bekommen. Viel Erfolg Genosse, kannst dir sicher sein, dass sich insgesamt Millionen Südkoreaner wünschen, dass die Machtübergabe reibungslos abläuft und man nur nichts von seinem relativen Wohlstand abgeben muss.
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22.4.10

Vergleichende Systemforschung

Eines der meistuntersuchten Paare der Vergleichenden Politikwissenschaft (in Asien) sind Taiwan und Korea. Beide haben viele geschichtliche, sicherheitspolitische und allgemeinpolitische Gemeinsamkeiten und trotz unterschiedlicher Wirtschaftsstruktur einen aehnlichen Lebensstandard. Auch die Demokratie in beiden Laendern gilt als aehnlich gefestigt. Im Detail werden aber natuerlich immer riesige Unterschiede deutlich.
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Trotzdem musste ich heute einen kurzen Augenblick schlucken als ich dieses Bild sah: Oh nein, wieder eine Schlaegerei im koreanischen Parlament. Erleichterung beim Durchlesen der Bildunterschrift: Dies mal war es Taiwan. Untersuchungen belegen uebrigens, dass Taiwan das gewalttaetigste Parlament der Welt ist, gefolgt von Russland und ein paar Afrikanern. Dann erst Korea auf Platz 7 wenn ich mich richtig erinnere. Vergleich von Pruegeleien im Parlament? Ein interessantes Thema fuer die Abschlussarbeit. Grins.
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30.3.10

Probesitzen


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Ohne Worte. Wartet noch 20 Jahre.
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17.3.10

Jan und die Diplomaten

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Hatte gar nichts mehr geschrieben zu dem Vortrag uebers Working Holiday Visum. War wohl ein guter Erfolg, neben dem Video, das demnaechst online gestellt wird, wird aus der Veranstaltung wohl sogar noch ein kleines Buechlein gemacht mit allen Infos und meinen Folien. Freut mich zu hoeren, dass das nichts Einmaliges bleibt.
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Rechts neben mir, mein "Chef", Herr Oh. Wird leider Anfang April wegen guter Dienste ins Ausland versetzt. Links neben mir meine Ansprechpartnerin Frau Jeon, die ich damals bei dem Dankesdinner der Idae fuer die Akademie-Teilnehmer getroffen hatte.
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Eines meiner Lieblingsfotos: 100 Koreaner koennen meinem holprigen Koreanisch nicht entkommen und muessen mein Geschwafel ueber sich ergehen lassen. Deshalb faende ich es auch ganz nett, spaeter mal Prof zu werden - die Zuhoerer koennen sich nicht entwinden. Harhar.
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8.2.10

Es köhlert in Seoul

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Der Herr Bundespräsident weilt derzeit in Seoul. Woran man es deutlich sieht? An der Strecke von Gangnam zum Präsidentenpalast Cheong Wa Dae ist deutsch-koreanisch geflaggt. Die Kombination herzustellen, war jedoch recht schwer, nachdem ich heute einen Haufen koreanischer Bewerber für die deutsche Filiale der KTO auf Herz und Nieren prüfen durfte. Da dachte ich schon die Beflaggung gelte meinem unermüdlichen Einsatz für die deutsch-koreanische Völkerverständigung, aber nein, wieder nicht. Nicht einmal eine Einladung fürs Bankett ist rausgesprungen (Mitleid bitte hier einsetzen: ________).
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Wie auch immer, einen schönen Aufenthalt Herr Präsident, gucken Sie an der Kreuzung beim Lotte City Hotel Mal aus dem Fenster und winken Sie in Richtung des großen grau-türkisen Gebäudes.
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11.10.09

Felix Svizzera

(meine Wenigkeit und S.E. Herr Kupfer)

Komme gerade vom Swiss Festival 2009, einer Kultur- und Werbeveranstaltung für die Schweiz. Und wenn selbst die Presse begeistert ist, dann heißt das was. Ich bin ja grundsätzlich schon ein Fan kleiner Länder (Schweiz, Dänemark, Korea) und vom ersten Kontakt an, war die Schweiz einfach nur toll. Unaufgeregt, locker, freundlich und trotzdem kompetent dabei. Im Interview machten die Partner alles, damit ich mich wohlfühle, obwohl es eigentlich andersrum die Aufgabe wäre. Der französischsprachige Botschaftsrat überzeugt mit einem Deutsch, bei dem man in den meisten Teilen Berlins lange suchen müsste, um diese Fehlerfreiheit hinzubekommen.
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Ein nettes Kulturprogramm mit Jodeln, Alphorn und Kuhglocken, ein wenig Fonduekäse und das traditionelle Bild war komplett. Was aber nicht überspielen sollte, dass sich hier ein kleines Land perfekt präsentiert: Zugeschnittene Broschüren in bester Aufmachung, absolut stringentes Marketing. Einfach nur beeindruckend. Gesponsert von den großen Pharma- und Lebensmittelfirmen. Auch hier faszinierend: Ausführlicher Dank, deutliche Huldigung an die Unternehmen, Eingeständnis der Botschaft, dass man es ohne Sponsoren niemals auf die Beine hätte stellen können. So ein unverkrampfter Umgang mit Geldgebern für den Staat, da können wir uns eine Scheibe von abschneiden.
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Und dann kommt der Herr Botschafter und ist ganz spontan zu einem Gespräch bereit, ohne dass ich auch nur irgendwas hätte machen müssen. Sonst muss man bei solch hochkarätigen Gesprächsgästen ein Pressegespräch anmelden, die Fragen vorher hinschicken, kriegt seinen Zeitrahmen und einen Wachhund an die Seite. Sicher, ein kleines Land, kleine Botschaft, kurze Wege und alles, aber trotzdem ist es spannend wie offen und freundlich man sich hier präsentiert. War hin und weg von diesem kleinen Volk, dem unser Herr Finanzminister (a.D. in spe immerhin) mit der Kavallerie drohte.
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(Meisterjodlerin Fr. Ritler, Botschaftsrat Hr. Imbach)

29.8.09

Semesterstart

So, zum Semesterstart Mal gleich ne richtige Ansage. Meine Antis und Trolls sind in letzter Zeit auf dem Blog so ruhig, also gleich Mal bissel Futter geben.
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Bild oben: Ich, KU-Praesident Lee Ki-su und seine reizende Gattin in modernisiertem Designer-Hanbok.
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Bild unten: Im Gespraech mit Herrn Dr. (Prof.?) Lee. Zwischen uns im Hintergrund der deutsche Botschafter, Herr Dr. Baas und vorne die blonden Haare meine wunderbare Tischdame und gute Freundin, Frau Kohls von der Hanns-Seidel-Stiftung.^^
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Das Treffen hat mir echt Motivation gegeben mich gleich ein wenig reinzuhaengen in der Uni, denn verabschiedet wurde ich vom Herrn Praesidenten mit: "Streng Dich an, ich beobachte Dich". Er war mir auch gleich sympathisch, weil er mich NICHT fuer mein gutes Koreanisch lobte, sondern sinngemaess sagte, dass ihm in Deutschland nichts geschenkt worden sei und man sich als Auslaender in einem anderen Land anzustrengen hat. Jawoll, Chef!
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Also wohl keine makgeolliversoffenen Naechte auf dem Campus in der herbstlauen Nacht. Dabei hatte ich mich so drauf gefreut. Grins.
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Und jetzt frag noch jemand, warum ich mein Leben und meine Arbeit liebe. Beide ermoeglichen mir solche Treffen - nicht am laufenden Band - aber regelmaessig immer wieder. Und entgegen langlaeuflicher Meinung finde ich auch Interviews mit "einfachen Studenten" interessiert. Was interessiert sind nicht die Titel, sondern die vielen vielen unterschiedlichen Menschen, die ich dank der Arbeit beim Radio kennenlernen darf.
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26.7.09

Gongdeok glänzt

Wenn man auschgeschlafen hat und trotzdem noch Zeit hat für den Morgenkaffee mit Blick auf den morgentlichen Verkehr, dann nach getaner Arbeit bei KBS nicht hetzen muss, sondern sogar noch kurz die Sachen umpacken kann bevor es weiter zum nächsten Termin geht, dann weiß man, dass sich der Umzug bereits ganz konkret gelohnt hat, auch wenn die Wohnung noch nicht komplett eingerichtet ist.
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Wenn man dann also vor dem Haus aus dem Bus steigt und und der Himmel einem ein solches Bild schenkt, dann weiß man erst Recht, dass es sich gelohnt hat. Ich präsentiere mein neues Heim (links, 6. Stock) und daneben Lotte City Hotel und Lotte Castle. Der Unterschied zu in Kotze um Ramyeon kämpfenden Tauben in Sillim könnte nicht größer sein. Bei mir auf dem Stockwerk wohnen Stewardessen, Architektinnen. Ich liebe Gongdeok. Ich liebe meine Wohnung. Hier bleib ich. Vielleicht auch Mal länger als 8 Monate, mein bisheriger Rekord.
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Gute Nachbarschaft. Gestern schon das beste italienische Erdbeereis meines Lebens gegessen und Gorgonzolapizza und Knoblauchfondue gefuttert. So langsam finde ich die Attraktionen der Umgebung. Zum Beispiel den riesigen Kinderspielplatz komplett mit Kletterschiff, den ich gestern Abend mit Leo erkundet habe ^^.
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21.7.09

Fotoraetsel

Wer weiss, was die Sternchen auf dieser Karte des Bezirks Gangnam bedeuten? Dem Gewinner winkt nichts, ausser - je nach Loesungsweg - schiefe oder bewundernde Blicke ^^
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P.S.: Der Blog liegt gerade Mal wieder ein bisschen brach. Bis nach dem Umzug am Freitag wird das auch noch so bleiben und so richtig starte ich erst wieder im September durch, wenn ich im Urlaub ein paar Sachen ordnen konnte und diese nach und nach hier posten werde.
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19.6.09

Erinnerungsfoto

Leider waren ja bei der Abschiedsfeier nicht alle da, aber um Euch mal zumindest einen kleinen Einblick zu geben, hier das offizielle Foto von unserem Jahrgang in der Akademie. An der Kamera unsere Betreuerin Yi Yumi.
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Sitzend von links: Dr. Andreas Schirmer (Übersetzungspraxis Deutsch), Übersetzungspraxis Französisch, Leiterin der Graduate School of Translation and Interpration an der Ehwa-Universität, der Chef des KLTI, Prof. Dr. Werner Sasse (muss ich noch mehr sagen?^^), die Chefin der Abteilung Ausbildung am KLTI
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Stehend dahinter von links: Koreanisch-Unterricht Mittel- und Oberstufe, Kulturunterricht, Übersetzungspraxis Englisch, Leonie (Deutsch ^^), Übersetzungspraxis Französisch, MEINE WENIGKEIT :D, Stellvertretender Chef des KLTI (mein koreanischer Papa, Dr. Kim Yun-jin ^^), Didi (Englisch, Vorbildpreis, wohnt noch bei Mama), Insook (Deutsch, unsere Älterspräsidentin), Aurelie (Französisch)
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Dahinter von links: Jeongsu (Englisch, angehender Doktor f. Koreanische Literatur), Undine (Deutsch), Andrew (Englisch), Jonas (Deutsch), Übersetzungspraxis Französisch, Guillaume (Französisch), Haerim (Deutsch), Yeongju (Englisch), ? (Englisch), ? (Französisch), Yi Jeong-geun (Betreuer und Koreanische Architektur)
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24.3.09

Kims Ende

Also so langsam glaube ich daran, dass Kim Jong-ils Zeit zuende geht. Mehr als jeder Artikel zum Thema, von denen in letzter Zeit sogenannte Experten eine ganze Menge schreiben, sagt das folgende Foto ueber den Zustand Kims aus. Bereits mein erster Blick auf das Foto sagte mir, dass hier was nicht stimmt. Was es war, fand ich aber erst nach einiger Recherche heraus.
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Die interessante Geschichte zu diesem Bild: Dieses Foto zeigt Kim Jong-il nicht als Fuehrer abgelichtet, wie es die nordkoreanische Staatspresse zeigt: Von vorne, dick eingepackt, meist noch mit Handschuhen und eingerahmt von Getreuen in Reih und Glied. Es ist ein Foto der chinesischen Presse, die dieses Foto sensationellerweise in China veroeffentlichen konnte.
"Gebrochener Diktator", lehrbuchhafter geht es kaum noch. Passt in eine Reihe mit Hitlers zitternder Hand und Castro im Jogging-Anzug.
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Mindestens so interessant wie der leere Blick Kims in Verbindung mit seinem ausgezehrten Koerper, der in seinem Pyjama haengt, sind aber die Menschen um ihn herum. Wie bei einem Pflegebeduerftigen haben alle diesen fuersorglichen, aber mitleidigen Blick drauf.
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Wer weiss, was Kim in dem Moment denkt, bekommt einen Keks. Mein Vorschlag waere:
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"Mein Land, mein Volk, meine Devisenvorraete, alles schon baden gegangen - soll ich's auch Mal wagen?"
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